Projekte gibt es in jedem Unternehmen. Doch viele scheitern, insbesondere, wenn es um die digitale Transformation geht. In den letzten Wochen haben wir viele interessante Gespräche geführt und konnte einige Eindrücke mit unserer Erfahrung kombinieren.

Erstaunlicherweise ist der Weg vieler Projekte recht ähnlich. Es wird sehr viel Geld in das Projekt investiert. Oft stimmt diese Investition jedoch nicht mit dem erwarteten Output überein. Daraus resultiert schlussendlichUnzufriedenheit und das Projekt wird als „gescheitert“ deklariert. Aus unserer Sicht gibt es hier viele Gründe und diese möchten wir kurz darlegen:

  1. Projektleitung vom Software-Anbieter
  2. Projektleitung wird nominiert
  3. kein / zu wenig Input
  4. fehlende Unterstützung aus der Führungsebene

1. Ganz oben auf der Liste steht die Projektleitung vom Software-Anbieter. Was oftmals als der beste Weg erscheint, kann auch das Problem des Scheiterns sein. Denn wie kann diese Projektleitung objektiv sein, wenn sie doch von einem Software-Anbieter gesandt wird, der profitorientiert arbeitet? Sprich: Wenn der Kunde das will, setzen wir es gerne um. Dadurch hat die*der individuelle Projektleiter*in ein größeres Volumen und kann dementsprechend mit einer höheren Provision rechnen.Schließlich werden einige Projektleiter*innen ähnlich wie Account Manager fungieren.
Hier fehlt somit der kritische Input mit Hinterfragen, warum welche Funktion benötigt wird, beziehungsweise warum der Prozess „genau so“ sein muss.

2. Wenn die Projektleitung nominiert wird, kann das auch einige Nebenwirkungen haben. Insbesondere durch die fehlende Identifikation mit dem Projekt und die dadurch mangelnde Motivation, kann das Projekt zum Scheitern verurteilt sein. Das sogenannte Aufdrücken kann auch dazu führen, dass schlichtweg die Zeit fehlt. Es geht schließlich leicht „nebenher“.
Doch genau dadurch fehlt das Interesse oder die Zeit, um sich wirklich mit dem Projekt aus der Vogelperspektive auseinanderzusetzen.

3. Bei fehlendem Input, kann aus einem Projekt auch nichts werden. Schließlich wissen die (End-) Anwender*innen am besten welche Funktionen / Prozesse wichtig sind und welche nicht. Da kann die beste Projektleitung auch nichts daran ändern. Die Gründe dahinter können mangelnde Zeit oder Desinteresse der (End-) Anwendender*innen sein.

4. Obwohl die fehlende Unterstützung an letzter Stelle steht, ist sie nicht unwichtig. Ohne Unterstützung aus der Führungsebene kann kein Projekt langfristig erfolgreich sein. Denn aus der Führungsebene werden Werte weitergegeben. Wenn es keine gibt, kann auch nichts weitergegeben werden.

 

Somit liegt auf der Hand, dass es lediglich „Kleinigkeiten“ sind, die in vielen Projekten zu Problemen führen.

 

 

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